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Flachmoorpflege am Silvaplanasee

Realisiert:

2025

ausgeführt von: 

Naturnetz Graubünden

Ort: 

Sils im Engadin, Schweiz

Problem: Das Flachmoor ist am Verbuschen und muss gepflegt werden. 


Massnahmen: Schnell wachsende Sträucher (insbesondere Weiden) zurückschneiden, einzelne Strauchinseln belassen und das Schnittmaterial abführen, damit das Flachmoor nährstoffarm bleibt. 


Methode: Zurückschneiden der Sträucher mit Freischneider und Astscheren; Anlegen von Kleinstrukturen (z. B. Asttristenbau – für Moore geeigneter Asthaufen). 


Ergebnis: Entstanden ist ein Mosaik aus kalkreichen, sauren Kleinseggenrieden, Strauchinseln mit seltenen Weidenarten und Kleinstrukturen. 


Ökologischer Mehrwert: Flachmoore sind aufgrund ihrer Nährstoffarmut sehr selten geworden. Durch intensive Landwirtschaft, Entwässerung sowie Landverbauungen sind viele Moorflächen verschwunden. In der Schweiz ist beispielsweise die Moorfläche seit etwa 1850 um rund 82 % zurückgegangen. Heute bedecken Moorflächen nur noch etwa 0,5 % der Landesfläche. Der Erhalt bestehender Flachmoore ist daher wichtig — sie speichern nicht nur Kohlenstoff im Boden, sondern bieten auch Lebensraum für viele seltene Pflanzen- und Tierarten, deren Habitate zunehmend kleiner werden. Vor Ort konnten wir zum Beispiel die stark gefährdete Sumpfschrecke, die Kreuzotter sowie den Eisvogel beobachten. 


Wie weiter: Das Projekt wird nach zwei Jahren abgeschlossen. Es ist noch unklar, ob im nächsten Jahr eine weitere Pflegemassnahme notwendig sein wird. 

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