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Instandstellung der Trockenmauern von Trii (Roveredo)

Realized:

2026

carried out by:

Naturnetz Tessin

Realized:

Roveredo, Schweiz

Ausgangslage

In der Gemeinde Roveredo, im Gebiet Trii (Parzelle 915), führt eine besondere Baumallee entlang eines Auengebiets von nationaler Bedeutung (Objekt Nr. 158: Ai Fornas) zu einer malerischen, verlassenen Kapelle im Wald. Der Weg wird auf beiden Seiten von Trockenmauern und Bäumen gesäumt, die sowohl aus kulturhistorischer als auch aus ökologischer Sicht als besonders wertvoll gelten (Ortsplanung 2016). Der Weg ist Teil des Bundesinventars der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) und gehört zur historischen Verbindung zwischen Roveredo und San Vittore (GR 21.7) entlang des orografisch linken Ufers der Moesa.


Insgesamt erstrecken sich die Trockenmauern über rund 700 Laufmeter auf beiden Seiten des Weges. Sie begleiten die Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf einem kulturhistorisch bedeutsamen Weg und zeugen von einer landwirtschaftlich geprägten Vergangenheit, in der die Fortbewegung zu Fuss eine wichtige Rolle spielte. Zahlreiche Mauerabschnitte sind inzwischen eingestürzt oder instabil geworden.


Massnahmen

Die Gemeinde und das Patriziat von Roveredo haben beschlossen, die Trockenmauern instand zu stellen und ihren langfristigen Unterhalt sicherzustellen.


Zwischen 2023 und 2025 konnten dank des Einsatzes der Zivildienstleistenden von Naturnetz sowie der finanziellen Unterstützung durch den Fonds Landschaft Schweiz (FLS) und das Amt für Natur und Umwelt Graubünden (ANU) bereits grosse Teile der Mauern wiederhergestellt werden.


Im Jahr 2023 wurde die erste Etappe abgeschlossen. Dabei wurden zehn Mauerabschnitte mit einer Gesamtfläche von rund 70 m² instand gestellt. Diese erste Etappe übertraf die Erwartungen deutlich, da doppelt so viele Quadratmeter saniert werden konnten wie ursprünglich vorgesehen.


2024 folgte die zweite Projektetappe, bei der weitere 137,7 m² Trockenmauer instand gestellt wurden. Im Jahr 2025 konnten zusätzlich 70 Laufmeter Mauer saniert werden, wobei es sich mehrheitlich um freistehende, beidseitig sichtbare Trockenmauern handelte.


Bis Ende 2025 wurden somit insgesamt rund 330 m² Trockenmauern instand gestellt. Im Jahr 2026 wurden weitere 75 Laufmeter Mauer mit einer sichtbaren Fläche von 120 m² wiederhergestellt. Die Arbeiten erfolgten direkt angrenzend an die bereits sanierten Mauerabschnitte.


Vorgehensweise 

Die Instandstellung der bergseitigen Stützmauer ist inzwischen abgeschlossen. Die weiteren Arbeiten konzentrieren sich auf die freistehende Trockenmauer auf der Flussseite des Weges.

Im Jahr 2025 wurden bereits rund 70 Laufmeter dieser Mauer wiederhergestellt. Um die Instandstellung abzuschliessen und die Baumallee vollständig aufzuwerten, müssen weitere 162,5 Laufmeter saniert werden.


Für die Wiederherstellung werden möglichst die vor Ort vorhandenen, heruntergefallenen oder instabilen Steine verwendet. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die instand gestellte Mauer in Form und Erscheinungsbild möglichst dem ursprünglichen Bauwerk entspricht.


Ökologischer Mehrwert

Trockenmauern bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Insbesondere Reptilien, Amphibien und Vögel nutzen die Hohlräume zwischen den Steinen als Verstecke, Rückzugsorte oder sogar als Nistplätze.


Ausblick

Für 2027 ist die zweite und letzte Etappe der verbleibenden Arbeiten vorgesehen. Dabei sollen die letzten 87,5 Laufmeter Trockenmauer in Richtung Roveredo instand gestellt werden.


Auf einer Länge von 54 Metern wird die Mauer eine Höhe von 80 cm aufweisen. Die restlichen 33,5 Meter werden mit einer Höhe von 50 cm wiederhergestellt. Die geringere Höhe ist auf die begrenzte Menge an verfügbarem Steinmaterial zurückzuführen. Die Mauer wird durch einen bereits im ursprünglichen Bauwerk vorhandenen, 3,5 Meter breiten Zugang unterbrochen.

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