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Auflichtung der Waldweide Pessen in Pignia

Realizzato:

2025

effettuato da:

Naturnetz Graubünden

Luogo:

7443 Pignia, Schweiz

Problem: 

Die Waldweide Pessen ist in den letzten Jahren zunehmend verbuscht. Offenflächen, die für die saisonale Rinderbeweidung wichtig sind, sind überwachsen, und typische Strukturen eines lichten Weidewaldes drohen verloren zu gehen. Auch wertvolle Altbäume und Trockenmauern entlang des Walserwegs geraten durch Einkrautung und Beschattung unter Druck. 


Massnahmen: 

Strauchwuchs (v. a. Hasel, Berberitze) wurde zurückgeschnitten, Wege wurden freigestellt und erste Lichtungen wieder geöffnet. Wertvolle Gehölze – besonders Zitterpappeln – wurden markiert und bewusst geschont. In sonnigen Abschnitten legten wir Totholzhaufen an, die als Lebensraum für Ameisen, Insekten und Kleinsäuger dienen. Das Schnittmaterial entlang der Trockenmauern des historischen Wanderwegs wurde systematisch abgetragen, um die Offenflächen zu stabilisieren. 


Methode: 

Gearbeitet wurde mit Motorsäge, Freischneider und Astscheren. Sträucher wurden nicht gerodet, sondern jährlich zurückgeschnitten, um ihre ökologische Funktion zu erhalten. Stehendes Totholz blieb bestehen. Totholzhaufen wurden strukturiert aufgebaut – innen grobes Holz, aussen feinere Äste – und bewusst an sonnigen Stellen platziert, um wärmeliebende Arten zu fördern. Alle Eingriffe erfolgten ausserhalb der Vogelbrutzeit.


Ergebnis: 

In den bearbeiteten Bereichen entstand wieder ein erkennbares Mosaik aus offenen Weideflächen, dornigen Strauchinseln und einzelnen Altbäumen. Der Wanderweg ist besser begehbar, Licht dringt wieder an den Boden, und die Habitatqualität für typische Arten des Weidewaldes – etwa Grünspecht, Wendehals und Neuntöter – hat sich verbessert.  


Ökologischer Mehrwert: 

Waldweiden gehören zu den seltensten Kulturlandschaften der Schweiz. Sie vereinen Wald und Offenland in einer Form, die heute kaum mehr existiert. Die Mischung aus alten Bäumen, sonnigen Lichtungen, Dornensträuchern und Totholz schafft Lebensräume für Arten, die auf halboffene Strukturen angewiesen sind. Dornsträucher bieten Nistplätze und Schutz, offene Bodenstellen fördern Ameisen und Insekten, und alte Zitterpappeln bilden ideale Brutbäume für Spechte – deren Höhlen später von Arten wie dem Wendehals genutzt werden. Mit der Auflichtung wird ein traditionsreicher und ökologisch wertvoller Lebensraum erhalten, dessen Artenreichtum stark vom Zusammenspiel von Beweidung, Licht und Struktur lebt. 


Wie weiter: 

Die Pflege wird in den kommenden Jahren fortgeführt. Weitere Entbuschungen erfolgen nur dort, wo eine langfristige Weidenutzung gesichert ist. Begleitend werden Freiwilligeneinsätze, Monitoring und die Zusammenarbeit mit der Alpgenossenschaft vertieft, um den Erhalt der Waldweide nachhaltig zu sichern. 

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