Projekte

Rebberg Haslern

Magerwiesen | Realisiert im Mai 2012

In der Gemeinde Weiningen hat es noch sehr viele bewirtschaftete Rebberge. Einer davon wird vom Besitzer seit Acht respektive Vier Jahren nicht mehr bewirtschaftet. Dadurch ist auf einem Teil ein undurchdringliches Brombeer- und Weinrebengestrüpp entstanden. Da der Rebberg eine potentielle Trockenwiese ist, und schon heute Schlingnatter, Zauneidechse und Goldammer eine Heimat bietet, wurde entschieden den grössten Teil des Gestrüpps zu entfernen und die Terrassen wieder mähbar zu machen.

Mit viel Eifer pickelten die Zivis während 5 Tagen die Brombeeren und verwilderten Reben aus. Auch die jungen Bäume und Büsche wurden entfernt.

Den seit vier Jahren nicht mehr bewirtschafteten Teil mähten die Zivis mit dem Balkenmäher um so das beginnende Verbuschen zu verhindern.

Je eine Terrasse wurden mit der Bodenfräse bearbeitet um allenfalls im Boden noch vorhandene Samen von seltenen Weinbergpflanzen zu reaktvieren.



Schlieren, Zelgli

Heckenpflanzung, Natur im Siedlungsraum, Hecken & Feldgehölze, Aufwertungskonzepte | Realisiert im März 2012

Im Rahmen des Baus eines Kunstrasen-Fussballplatzes für die Gemeinde Schlieren durfte das Naturnetz die Einfassung neu gestalten. Da durch den Bau eine alte Hecke gerodet werden musste, war die Bauherrschaft verpflichtet Ersatzmassnahmen zu leisten.

Entlang der Westseite des Platzes pflanzte eine Gruppe des Naturnetzes auf einer Länge von 80m eine Wildhecke aus einheimischen Sträuchern und Bäumen. Damit die Hecke schon in jungen Jahren Deckung bietet, legten wir mehrere Totholzhaufen an. Auf der Nordseite kamen grosse Maschinen zum Einsatz. Mit Bagger und Traktor wurde auf einem Grossteil der Fläche der Oberboden abgetragen und mit Wandkies, Sand und grossen Bollensteinen ersetzt. Ziel dieser Massnahme war in dieser stark genutzten und nährstoffreichen Umgebung einen mageren, trockenen Standort zu schaffen. Solche Bedingungen bieten einer grossen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Mit den Bollensteinen und Wurzelstöcken legten die Zivis Kleinstrukturen für unterschiedliche Kleintiere an. Durch Einsaaten von verschiedenen Samenmischungen (Ruderalflora/Wildblumenwiese/Krautsaum) und der Pflanzung von Wildstauden und trocken- und wärmeliebenden Straucharten konnten wir die Fläche noch mehr bereichern.

All diese Massnahmen tragen auch zur Vernetzung in dieser stark überbauten und ausgeräumten Landschaft bei.



Aesch BL: Schürhof:

Obstbaumpflanzung, Arealgestaltung, Obstgärten | Realisiert im März 2012

Ein weiteres Mal durfte das Naturnetz für das Projekt „Artenförderung Steinkauz BL“ ein Teilprojekt realisieren. Während zwei Tagen setzten wir unsere Kräfte in den Obstgärten von Paul Nussbaumer vom Schürhof zwischen Aesch und Ettingen ein.

Vor vier Jahren wurden in einem ersten Schritt, in einer 30-jährigen Niederstammobst-Anlage in den Obstreihen, junge Hochstammobstbäume gepflanzt. Unsere Aufgabe bestand nun darin die alten Niederstammbäume zu fällen und mit den Wurzeln auszureissen. Das gesamte Astmaterial wurde durch die Zivis zu Haufen aufgeschichtet und durch Mittarbeiter des Hofes abgeführt und gehäckselt. Die dicken Stämme sägten wir in Meter-Stücke als Brennholz .

Der Steinkauz ist in den letzten Jahren fast vollständig aus der Schweiz verschwunden. Sein Lebensraum, grossflächige Obstgärten mit alten Höhlenbäumen, ist in der Schweiz fast nicht mehr zu finden. Im Kanton Baselland setzen sich Partnerorganisationen des Naturnetz' für die Rückkehr des Steinkauzes ein. Durch den Schutz von Obstgärten, Neupflanzungen, sowie das Anbringen von Niströhren wird der Lebensraum für die kleine Eule optimiert. Im November 2009 trugen die Zivis ihren Teil zum Gelingen dieses ehrgeizigen Projektes bei: Mit fachgerechten Pflanzungen von Hochstammobstbäumen und kleinen Strauchgruppen ist der Lebensraum für den Steinkauz um ein weiteres Puzzleteil gewachsen.



Trockenmauer Schloss Pfäffikon

Trockenmauern | Realisiert im Dezember 2011

Im Herbst 2011 durfte das Naturnetz während dreier Wochen unterhalb des Gemeindegebäudes Pfäffikon SZ im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Kloster Einsiedeln eine Trockenmauer sanieren.

Die alte Mauer war marode und teilweise eingestürzt. Diese wurde zuerst komplett abgebrochen, einzelne auf Trockenmauern spezialisierte Farne daraus „gerettet“, um sie dann in der neuen Mauer wieder einzusetzen Die neue Mauer ist mit Sandstein aus der Region aufgebaut. Steine der alten Mauer wurden als Hintermauerung wiederverwendet und somit für Eidechsen und vor allem Amphibien dort bewusst Hohlräume geschaffen.

Mit Trennscheibe, Setzer, Zahneisen und viel Herzblut haben die Zivis die Steine passgenau bearbeitet, jedoch in der eigentlichen Mauer Ritzen und kleine Durchgänge offengelassen, damit ein Durchgehen zu den hinteren Hohlräumen gewährleistet ist.

Der Platz oberhalb der Mauer bestand bisher aus einer unebenen Rasenfläche. Damit er für Anlässe der Gemeinde besser nutzbar ist, sollte das Terrain flacher und mit einer Chaussierung aus Netstaler Kalk gestaltet werden. Dies bedingte eine Verlängerung der Treppe und eine Erhöhung der Mauer um 40cm bis 70cm im Vergleich zur alten Mauer. Diese Erhöhung verlangte neu eine Abgrenzung als Fallschutz. Aus diesem Grund haben die Zivis oberhalb der Mauer eine Hecke aus vier seltenen einheimischen Wildrosenarten gepflanzt. Diese harmonieren wunderbar mit der Buchsbaumhecke und dem Gemeindegebäude im Hintergrund.



Holzerkurse 2011

Holzerkurse | Realisiert im Dezember 2011

Im Jahr 2011 führte das Naturnetz insgesamt sechs Holzerkurse durch. In den fünftägigen Kursen lernen die Teilnehmer das Fällen von Bäumen, welche als "Normalfall" gelten. Das heisst, die Bäume sind gesund und stehen gerade. Die Kursteilnehmer lernen ebenfalls wie man Bäume korrekt entastet und die Trennschnitte richtig ausführt. Sicherheitsaspekte wie die Notfallorganisation oder das korrekte Absperren eines Holzschlages haben im Kurs höchste Priorität. Im Kurs wird auch vermittelt wie eine Motorsäge richtig gewartet wird. Das Naturnetz geht auch auf die speziellen Aspekte ein, welche sich bei der Arbeit mit der Motorsäge in Naturschutzgebieten ergeben. So werden Themen wie Kleinstrukturen, Totholz, Waldrand- und Heckenpflege vertieft behandelt.