Steinwalme Obere Feselalp


Wiesen | Realisiert im August 2015 | Naturnetz mobil

Wie schon im Vorjahr, war das Naturnetz mit seinen Zivis im Auftrag des Naturparks Pfyn-Finges im Wallis unterwegs. Diesmal hat es die Zivi-Gruppe auf die Feselalp verschlagen. Die Feselalp liegt oberhalb von Gampel auf rund 2200m. Ein Traumort, was die Aussicht anbelangt. Bei guter Fernsicht kann man fast alle 4000er der Walliser Alpen sehen. Doch nicht nur die Aussicht ist erwähnenswert. Auch in Sachen Natur-Kultur hat die Feselalp was zu bieten. Besonders eindrücklich sind die gut erhaltenen Steinwalme. Steinwalme sind langgezogene Lesesteinhaufen und dienten in den vergangenen Jahrhunderten zur Abgrenzung der verschiedenen Alpweiden. Doch nicht nur für den Menschen hatten die Steinwalme einen Nutzen. Auch die Flora und Fauna machten die Steinwalme zu ihrem Lebensraum. Eidechsen und Schlangen nutzen sie als Versteck- und Rückzugsort und für den Steinschmätzer dienen die Hohlräume als Nistplatz. Aus diesen Gründen setzt sich der Naturpark Pfyn-Finges für deren Erhalt und Aufwertung ein.

Der Bau der Walme zieht gleich zwei positive Effekte für die Alpwirtschaft mit sich. Einerseits der Steinwalm als Grenzstruktur und anderseits wird durch das Zusammenlesen der Steine, welche durch Steinschlag auf die Weide gelangten, die nutzbare Grasfläche wieder vergrössert.

Die Steinwalme sind generell in einem guten Zustand, doch stellenweise besteht Sanierungsbedarf. Für diese Arbeit ist so einiges an Kraft und Ausdauer gefragt! Der Zufall wollte es, dass sich die Zivigruppe aus Bauarbeitern, einem Zügelmann, einem Extremsportler und einem Allrounder zusammensetzte. Beste Voraussetzungen also! Über eine Woche haben wir Stein um Stein, und manchmal sogar auch Steinbrocken um Steinbrocken von der Weide zusammengetragen und damit den Steinwalm ausgebessert oder Lücken geschlossen. Gegen Ende der Woche spürte man die anstrengende Arbeit in den Knochen.. Doch ein von der Alpgenossenschaft am letzten Abend offeriertes Raclette mobilisierte bei den Zivis nochmals die letzten Kraftreserven. Die Alpgenossenschaft war von dem Resultat der Arbeit sehr zufrieden und die Zivis konnten mit Lob in ihr verdientes Wochenende entlassen werden.


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